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26. Februar 2024

Mahnwache für Demokratie und gegen Rassismus

Kategorie: Planerladen, Integration

Um Opfern rechter Gewalt zu gedenken und auf die steigende Akzeptanz rassistischer Aussagen sowie der damit verbundenen Gefahr für die Demokratie aufmerksam zu machen riefen Train of Hope, der Planerladen und das Netzwerk Nordstadt gegen Nazis am 23. Februar zu einer Mahnwache gegen Rassismus auf, der 120 Menschen folgten. Diese knüpfte an die von den Quartiersdemokraten in Dorstfeld angestoßene und in Marten weitergeführte Aktion an, die in den kommenden Wochen im ganzen Stadtgebiet weitergeführt wird.

Nachdem Julius Obhues die Besucher*innen begrüßt und einleitende Worte sagte, wurde das Podium verschiedenen Redner*innen überlassen.

Fatma Karacakurtoglu vom Verein Train of Hope machte den Anfang. Sie betonte die positiven Seiten von Migration, denn „ohne Migration wäre die Münsterstraße heute leer“. Sie war schockiert von den Deportationsplänen der AfD und weiteren Rechtsextremist*innen, die das Recherchekollektiv CORRECTIV veröffentlichte. Anschläge wie 2020 in Hanau und 2006 Mehmet Kubaşık in Dortmund sind das Ergebnis rassistischer Hetze.

Mit einer Schweigeminute sowie weißen Rosen, die Besucher*innen vor der St. Joseph Kirche ablegten wurde im Anschluss an ihre Rede den Opfern dieser Anschläge gedacht.

Die Geschäftsführerin der Planerladen gGmbH, Anne Schlösser, mahnte an, dass sich die Grenzen des Sagbaren stetig weiter nach rechts verschieben, weswegen wir „für die Demokratie einstehen müssen, um unseren Kindern die schreckliche Erfahrung eines von Nationalismus und Menschenverachtung dominierten Systems“ zu ersparen. Sie schloss mit den eindringlichen Worten „Nie wieder ist jetzt!“

Die Stadtratsmitglieder Cüneyt Karadas von der SPD und Sonja Lemke der Fraktion Die Linke+ wiesen auf die Gefahr, die von der Partei AfD ausgeht hin. Diese Gefahr sieht man schon heute, indem Angriffe auf Geflüchtete zunehmen.

Weiterwandern tut die Mahnwache nun nach Dortmund Eving und findet am 26. Februar auf dem August-Wagner-Platz statt. Uwe Wippich, Pastor der Auferstehungskirche Eving, warb für diese und nahm die kleine, bunte Holzbank, die ein Nachbau der Antirassismusbänke vom Wilhelmplatz in Dorstfeld und symbolisch dafür stehen soll, dass die Mahnwache an verschiedenen Plätzen der Stadt stattfinden soll als Ausrichter der kommenden Mahnwache von entgegen.