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16. August 2022

Chancengerechtigkeit auf dem Wohnungsmarkt in Köln

Kategorie: Planerladen, Integration

Der Kölner Runde Tisch Integration hat eine Studie zur Situation auf dem Kölner Wohnungsmarkt in Auftrag gegeben. Aufbauend auf den Ergebnissen möchten die Autorinnen gemeinsam mit dem Runden Tisch in der Stadt ein neues Bewusstsein wecken und Bündnisse von Akteur*innen initiieren, die den Handlungsbedarf erkennen und entsprechend tätig werden.

In einem ersten Workshop am 15. August wurde daher den Fragen nachgegangen, wie eine sinnvolle Beratungsstruktur aussehen kann, welche Erwartungen an die Politik der Stadt Köln und des Landes sowie an dei Gatekepper bestehen.

Regina Hermanns von der Servicestelle für Antidiskriminierungsarbeit des Planerladens hat dazu einen Input zum Thema Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt gegeben. Dabei hat sie neben verschiedenen Diskriminierungsphänomenen aus dem Beratungsalltag der Antidiskriminierungsstelle berichtet, die Sensibilisierungsarbeit des Planerladens zum Thema Rassismus auf dem Wohnungsmarkt vorgestellt und Best-Practice-Beispiele aus anderen Kommunen als Denkanstöße für die anschließende Diskussion der benannten Fragen eingebracht.

Der Kölner Runde Tisch Integration wird an dem Thema dranbleiben, weitere Beteiligungsformate sind geplant. Aktuelle Informationen zu dem Vorhabenhttps://www.rundertischkoeln.de/wp-content/uploads/2022/03/Chancengerechtgkeit-auf-dem-Wohnungsmarkt.pdf finden sich auf der Website des Runden Tisches.

Zum HIntergrund:

In Köln fehlen mehr als 80. 000 Wohnungen, die für Menschen mit niedrigem Einkommen bezahlbar sind. In diesem harten Konkurrenzkampf haben Menschen mit internationaler Geschichte nur allzu oft schlechte Karten. Dass es Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt gibt, ist nichts neues. Viele reden darüber, in der Politik, im Kabarett, in den Medien. Aber zu einem systematischen Blick auf diesen Missstand ist es bisher noch nicht gekommen, geschweige denn zu einem abgestimmten Handeln. Dazu will der Kölner Runde Tisch für Integration einen Impuls geben.

Hannah Brill und Mariam Manz haben im März ihre wissenschaftliche Ausarbeitung zur Diskriminierung bei der Wohnungsvergabe mit großer öffentlicher Resonanz präsentiert (-> zum Download der Untersuchung).