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13. Mai 2022

Aktionstage für mehr Anerkennung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit

Kategorie: Planerladen

Alle Einrichtungen des Kinder- und Jugendbereichs des Planerladens in der Dortmunder Nordstadt beteiligten sich an der Kampagne „Eine gemischte Tüte“. Diese wurde von der „Arbeitsgemeinschaft offene Türen NRW (AGOT)“ ins Leben gerufen, um die Bedeutung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit der Öffentlichkeit und Politik bewusst zu machen.

Foto: Leopold Achilles

Foto: Leopold Achilles

Foto: Leopold Achilles

Corona hat die Kompetenz, Flexibilität und Kreativität des Arbeitsfeldes aufgezeigt. Die Wirksamkeit, Bedeutung und Legitimation der Offenen Kinder- und Jugendarbeit wurde wie durch ein Brennglas viel deutlicher sichtbar als dies bisher der Fall war. Die offenen Türen entwickelten neue Konzepte, um ihre Arbeit fortzusetzen. „Die Dankbarkeit für diese Angebote war seitens der Eltern riesig“, bemerkte Jonna Alken, Mitarbeiterin im Offenen Treff Kezz.

Das Juki an der Münsterstraße 144 hat gleich drei spezielle Aktionen entwickelt für Kinder zwischen 6 und 13 Jahren. Von Mittwoch 11. Mai bis Freitag 13. Mai wurden Workshops zum Thema Boxen, Musik und Dj-Mixing angeboten. Der Stollenpark an der Bergmannstraße 51 feierte am 12. Mai von 15.00 – 19.30 Uhr ein kleines Fest, bei dem Kunstwerke und Eindrücke von vergangenen Aktionen ausgestellt wurden. Für Verpflegung sorgte eine Grill- und Getränkestation. Alle Angebote wurden gut besucht, die Teilnehmenden wünschen sich Wiederholungen.

Zum Abschluss der Kampagne hatte das Kezz am Blücherpark eine Versammlung am 13. Mai ab 15.00 Uhr angemeldet, bei dem die angrenzende Martha-Gillessen-Straße 31 teilweise für den Autoverkehr gesperrt wurde. Bei der Aktion „Kezz in Action“ zeigte sich die Wundertüte eines Offenen Treffs von seiner vielfältigen Seite. Kunst- und Bewegungsangebote, Chillen und Lesen, Kinderdisco und weitere Überraschungen werden in einer Rallye verbunden.

Viele Familien freuten sich über die Abwechslung, manche spendeten sogar Kuchen und Salate. Kinder und Eltern brachten auf Plakaten die Bedeutung des Treffs zum Ausdruck und formulierten Wünsche für die Zukunft. „Ohne das Kezz wäre ich nach der Schule oft alleine und würde mich langweiligen. Mit dem Kezz habe ich viele Dinge zum ersten Mal machen können, wie einen Ausflug zu einem Alpakahof oder ein Trommelprojekt.“ sagt eine Besucherin im Alter von 8 Jahren. „Im Kezz kann ich spielen oder mich entspannen. Ich bekomme Hilfe für Hausaufgaben und bei Stress mit anderen Kindern“, erzählt Youssef, 9 Jahre.

Die fast 200 kleinen und großen Besucher*innen fanden außerdem viele Informationen über die alltägliche Arbeit, die weit mehr als bloßes Spielen und Basteln ist. Ein Offener Kinder- und Jugendtreff ist wichtiger Lernort für soziale Kompetenzen. Alle Angebote sind in der Regel kostenfrei und eine Teilnahme ohne Anmeldung möglich. Das Ausprobieren und Entdecken von unterschiedlichen Aktivitäten fördert die gesamte Entwicklung und ist somit ein Beitrag zur Chancengerechtigkeit, da sich viele Eltern hohe Vereinsbeiträge oder kosten- und zeitintensive Ausflüge nicht leisten können. Mitbestimmung wird in allen Einrichtungen großgeschrieben und fördert damit demokratisches Denken. Die Beziehungsarbeit zu den Kindern und Jugendlichen ist für alle Ziele der Ausgangspunkt. „Wir brauchen gute Arbeitsbedingungen, damit Mitarbeitende langfristige Vertrauenspersonen werden können. Der Bedarf an Förderung ist nach der Coronapandemie gestiegen. Daher hoffen wir, dass die Offene Kinder- und Jugendarbeit in Zukunft nicht von Kürzungen bedroht wird, sondern im Gegenteil ausgebaut wird“, erklärte Einrichtungsleiterin Lisa Heß.