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30. September 2020

Willkommene Abwechslung nach dem Lockdown: Die Projekte KoopLab und INKLUDO PLUS+ exportieren Erfahrungen und unterstützen Aufbau des Schulgartens der Libellen-Grundschule

Kategorie: Planerladen

Ein Austausch zwischen der Libellen-Grundschule, die in fußläufiger Entfernung der Projektfläche liegt, und dem KoopLab-Team besteht schon seit gut einem Jahr. Bereits im September 2019 kam es zur ersten Zusammenarbeit, als Schüler_innen auf der Fläche im Blücherpark eine Beton-Bank durch Aufbringen eines Fliesenmosaiks in einen bunten Blickfang verwandelten. Im November wurde dann noch einmal gemeinsam gebastelt. Da die Schüler_innen sich nun zwei Mal auf den Weg zur Projektfläche gemacht hatten war es an der Zeit, dass KoopLab auch einmal zu ihnen kommt – natürlich mit Ideen im Gepäck! Unterstützung kam dabei auch durch das Team von INKLUDO PLUS+, das im Stadtteil Projekte zur gemeinsamen Gestaltung des unmittelbaren Wohnumfeldes begleitet und Engagement für das eigene Umfeld weckt.

Einen perfekten Anlass dafür bot der neue Schulgarten. In einer Kleingartenanlage unweit der Schule steht eine eigene Parzelle zur Verfügung, die momentan Stück für Stück neu gestaltet wird. Dabei konnten die Schüler_innen und Lehrer_innen die tatkräftige Unterstützung und Erfahrung der beiden Projektteams gut gebrauchen. Gemeinsam wurde beschlossen, im Schulgarten ähnlich wie auf der Projektfläche Hochbeete anzulegen sowie eine Kompostanlage einzurichten.

An drei Aktionstagen von Ende August bis Mitte September beteiligten sich Schüler_innen aus mehreren Klassen aktiv an der Neugestaltung. Im Garten musste Ordnung geschaffen werden, Rahmen für die Hochbeete aufgebaut und diese schließlich befüllt werden. Insgesamt sollten sechs Hochbeete sowie der Kompostbehälter entstehen. Gesagt – getan!

Von der Stadt Dortmund wurden Sand und Erde zur Verfügung gestellt, das KoopLab-Team erarbeitete einen genauen Plan für die Gestaltung und stellte das benötigte Material zur Verfügung. Ende August traf man sich zum ersten Mal im Garten uns es ging sofort ans Werk. Die Kinder wurden mit Werkzeugen ausgestattet, in Gruppen aufgeteilt, und konnten wahlweise beim Aufbau der Hochbeete, beim Transport von Sand und Erde oder beim Umschichten des Komposts mitmachen. Außerdem wurde Unkraut gejätet und die vorhandenen Pflanzen des Gartens wurden gegossen und gepflegt. Am Ende des ersten Tages standen so bereits alle Hochbeet-Rahmen, ein neuer Kompost-Behälter war aufgebaut und befüllt.  

An zwei weiteren Tagen Anfang und Mitte September galt es, die Hochbeete zu befüllen und erste Pflanzen einzusetzen. Die Schüler_innen packten wieder eifrig mit an und bewegten innerhalb weniger Stunden mehrere Kubikmeter Sand, Erde und Kompostmaterial als Füllung für die Hochbeete. Mit handwerklichem Geschick und Teamgeist wurde von Schubkarre, Schaufel und Harke Gebrauch gemacht. Über die Geschwindigkeit und das Durchhaltevermögen der Mädchen und Jungen staunten Lehrer_innen und Planerladen-Team nicht schlecht.

So wurde durch KoopLab und INKLUDO PLUS+ im Schulgarten die Grundlage  für eine weitere Bewirtschaftung und Pflege durch die Schüler_innen und Lehrer_innen gelegt. Dabei ging es nicht nur darum, grundlegende Kenntnisse über die Natur und das Gärtnern zu vermitteln. In Zeiten von Corona ist es für die Kinder von besonderer Bedeutung, draußen gemeinsam aktiv zu sein. In der dicht bebauten Nordstadt ist es nicht selbstverständlich, dass die zahlreichen Kinder im jüngsten Dortmunder Stadtteil Zugang zu einem Garten haben. Die knappen Freiräume waren bereits vor Corona, als sie die einzige Alternative für die Freizeitgestaltung außerhalb der Wohnung waren, schon deutlich übernutzt. Die Wochen, in denen Spielplätze gesperrt waren und nahezu alle Freizeitangebote zum Erliegen kamen, hatten daher die Möglichkeiten für Kinder nochmals drastisch reduziert. Nach einer Zeit, die viele von ihnen fast ausschließlich zuhause verbringen mussten, bot der praktische Unterricht im Garten daher eine lang ersehnte Abwechslung. So packten alle gleichermaßen hochmotiviert mit an und waren sofort begeistert von der Möglichkeit, mit den eigenen Händen etwas zu gestalten.