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7. Dezember 2018

Der Islam lässt sich mit der Moderne vereinbaren - Vortrag und Diskussion mit Seyran Ates

Kategorie: Planerladen, Integration

Gebannt lauschten über 160 Zuhörer_innen am 06.12.2018 dem Vortrag der Rechtsanwältin, Imamin und Frauenrechtlerin Seyran Ates im Hörsaal der Fachhochschule Dortmund an der Sonnenstraße in Dortmund.

Es ist die dritte Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe "Gehört der Islam zu Deutschland?" Die Fachhochschule Dortmund führt in Kooperation mit dem Planerladen e.V., der Auslandsgesellschaft NRW, dem Dietrich-Keuning-Haus, dem Multikulturellen Forum e.V. und dem VMDO diese Vortragsreihe durch. An drei Terminen wurde der Frage nachgegangen, ob der Islam zu Deutschland gehört.

Die Rechtsanwältin und Feministin aus Berlin sprach über ihre Moscheegründung in Berlin, die den liberalen Islam vertritt. Frauen und Männer beten zusammen. Für sie sind Islam und Demokratie vereinbar, vorausgesetzt, es wird nicht nur mit den konservativen Vertreter_innen der Islamverbände diskutiert und verhandelt, die nicht alle in Deutschland lebende Muslime vertreten.

Sie betonte stets, dass die Diskussion über den Islam eine emotionale ist. Man dürfe keine Denkblockaden zulassen und müsse sein Recht verteidigen, breit zu denken und es gar nicht in Frage stellen, dass der Islam mit der Demokratie vereinbar ist. Einige Muslime fühlen sich in traditionellen Moscheen nicht mehr wohl, daher war für sie klar, sie muss eine neue Form von Moschee schaffen.
Der Islam muss sich ihrer Meinung nach verändern, auch wenn der Islam schon sehr vielfältig ist. Sie betont auch die sexuelle Selbstbestimmung der Frau, auch im muslimischen Glauben, und verweist in diesem Zusammenhang auf Wilhelm Reich und das in der Moschee geschriebene Buch „die Frauen von Medina“.

Im Gespräch mit Ahmet Toprak, dem Dekan der Fachhochschule Dortmund, verweist Seyran Ates noch auf die Workshops, die sie mit ihrer Moschee durchführt. Die liberale Moschee würde angenommen, jedoch sei sie bisher ausschließlich aus Spenden und Eigenmitteln finanziert. Im Anschluss an den Vortrag stellten die Zuhörer_innen Fragen an Seyran Ates.